Aufnahmen von Fritz DVB-C Repeater mit TV-Browser EPG und SimplePVR

Abstract

Diesmal ein völlig anderes Thema: Seit kurzem ist der AVM Fritz DVB-C Repeater am Markt, aber es fehlt eine bequeme Aufnahmefunktion.

Diesmal ein völlig anderes Thema: Seit kurzem ist der AVM Fritz DVB-C Repeater am Markt, aber es fehlt eine bequeme Aufnahmefunktion.

Die recht simple Einrichtung des Repeaters bzw. Probleme, die je nach örtlichen Gegebenheiten auftreten können, sollen hier nicht Thema sein.

Ich betreibe den Repeater im Bridge Modus über FRITZ!Powerline 1000e an einer FRITZ!Box 7490. Darüber hinaus war es notwendig, das DVB-C-Signal (Kabelfernsehen) mit einem Splitter-Verstärker zu verbessern. Der Tuner des Repeaters scheint nicht vergleichbar mit dem eines TV-Geräts und stellt eher hohe Ansprüche an die Qualität des eingespeisten Signals.

Das Abspielen diverser Sender mit VLC und einer vom Repeater geladenen Sender-Liste tvsd.m3u auf einem Ubuntu Trusty funktioniert mit den meisten Sendern gut. Man sollte an der FRITZ!Box eine fixe IP-Adresse für den Repeater vergeben.

Nun will ich ja nicht nur live TV sehen, sondern auch Sendungen bequem aufnehmen. AVM bietet derzeit keine Möglichkeit dazu. Es wäre natürlich möglich, sich eigene Shell-Skripten in Cron für VLC zu schreiben, aber eigentlich möchte man Aufnahmen doch lieber direkt aus einem EPG planen. Ich nutze dafür TV-Browser. Dieses Programm kann direkt von den Ubuntu-Quellen installiert werden. Zusätzlich benötigt man ein Plugin für SimplePVR.

Die Einrichtung ist mit den jeweiligen deb Paketen und Anleitungen relativ einfach und gut beschrieben. Die Senderliste des Repeaters wird mittels eines Assistenten in SimplePVR importiert, muss aber danach per Hand gepflegt werden. Je nach Bedarf kann man dann die Vorgaben ändern. Ich nutze als Player zum Beispiel VLC und keine HD-Sender. Die Aufnahme erfolgt im MPEG-TS Format. Die Vorgabe für die Dateibenennung ist sinnvoll. Nach Abschluss der Aufnahme kann die Videodatei zum Beispiel über FTP auf die FRITZ!Box (FRITZ!NAS) in den für Medien freigegebenen Ordner kopiert werden. Da die FRITZ!Box als DNLA Server arbeitet, kann ich nun die Aufnahme mit einem DNLA-Client, z.B. meinem Panasonic Blue-Ray Player oder Android Smartphone (Skifta-VLC), abspielen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Kinderkrankheiten des Repeaters noch behoben werden. Außerdem gehe ich davon aus, dass es eine Aufnahmefunktion vom Hersteller geben wird – das bietet sich einfach an.

Zugegebenermaßen bin ich mit dieser Lösung auch nicht wirklich zufrieden, wird doch ein zusätzliches Gerät zur Aufnahme benötigt. Besser wäre es, wenn überhaupt, zum Beispiel einen Raspberry Pi mit Fernsteuerung einzusetzen.

Zudem habe ich versucht, den Media-Ordner der FRITZ!Box per FTP und SMP einzubinden und direkt dorthin aufzunehmen. Das war nicht erfolgreich; allerdings erfolgte der Mount auch über WLAN, möglicherweise wäre ein Mount über Gigabit-Ethernet erfolgreicher. Ist die Qualität des RTSP Signals schlecht, bricht die Aufnahme ab.

Robert Schetterer, 01. December 2014