Train-the-Trainer im Linuxhotel

Abstract

Kurzbericht über das Trainerseminar im Linuxhotel.

Trainerseminar im Linuxhotel

Ingo Wichman von Linuxhotel hat gerufen und viele waren gekommen. Um die Qualität der Seminare am Linuxhotel noch weiter zu verbessern, durften wir alle an einem Train-the-Trainer Seminar teilnehmen. Christian Niemczik als Experte fürs Lerndesign von Seminaren wollte uns einen Freitag lang ein paar Tricks beibringen, wie unsere Schulungen für die Teilnehmer noch effektiver gestalten können.

Am anschließenden Wochenende wollten wir dieses neue Wissen in Form eines bar-camps gleich ausprobieren. Da die Teilnehmer aus allen möglichen Bereichen der Open-Source Szene kamen, versprachen das eine sehr interessante Veranstaltung zu werden.

Train-the-Trainer

Was bleibt von einem Seminar bei einem Teilnehmer hängen? Wie lang ist die Aufmerksamkeitsspanne eines Teilnehmers bei Frontalunterricht? Was können wir bei unseren Seminaren verbessern?

Das sind die Themen, um die es am ersten Tag ging. Als Einleitung stellte Christian uns die drei Lerntheorien Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus vor um dann zur Lernpsychologie überzuleiten. Richtig spannen war, zu erfahren, welche Faktoren sich auf die Motivation der Teilnehmer auswirken und wie wenig Einfluss man als Trainer teilweise hat. Wenn jemand keine positiven Folgen eines Erfolges sieht oder keine Chance erkennt, diesen Erfolg herbeizuführen, hat man als Trainer im Prinzip schon verloren.

Dann hat Christian die einfachen und komplexen Lern-Designs vorgestellt. Also die ganze Palette von Flipchart, Tandemlernen, Diskussionen bis zu Expertenlernen und WebQuests. Besonders haben mir die Murmelgruppen gefallen. Aber das Beste an dem Seminar war, dass alle diese Lernmethoden auch tatsächlich angewandt wurden, um uns den Stoff zu vermitteln.

Umsetzung

An den folgenden zwei Tagen durften wir das gelernte auch tatsächlich in die Praxis umsetzen. Jeder stellte ein paar Themen zur Auswahl und diese sollten unter Einsatz der neuen Lerndesigns präsentiert werden. Leider gelang das nicht immer. Die Teilnehmer wollten soviel wie möglich von Ihrem Thema erzählen. Aber bei der abschließenden Runde versprachen alle, das Gelernte in Ruhe wirken zu lassen und das Eine oder Andere später in Schulungen einfließen zu lassen.

Die Themen waren auf alle Fälle interessant: Vom "DNSSEC" von Carsten Strotmann über "IPv6 in embedded devices" von Benedikt Stockebrandt und "SaltStack" von Jörg Zimmermann bis zu "Ein Quelltext - viele Ausgabeformate (markdown and pandoc)" von Kurt Pfeifle und noch vieles mehr.

Und wer das Linuxhotel kennt, kann sich vorstellen, dass die Diskussionen am Abend im Kaminzimmer lebhaft fortgesetzt wurden. Wir hatten jedenfalls viel Spaß!

Michael Schwartzkopff, 03. November 2013